lunes, 26 de marzo de 2012

Geographie Exkursion der Humboldt Universität von Berlin


Alexander von Humboldt hatte es Ihnen im Jahr 1801 vorgemacht! Der Kreis hat sich also geschlossen als  26 Geographiestudenten mit 3 Dozenten und Profesoren der Humboldt Universität von Berlin im Februar 2012 durch Kolumbien reisten. Während jedoch Humboldt vor allem die phantastisch eindrucksvolle Natur und Topographie Kolumbiens erforschte, standen auf dem gut zweiwöchigen Exkursionsprogramm der Berliner Geographen auch wirtschaftsgeographische Themen des Landes. So besuchten die Studenten auf der von Neptuno organisierten Exkursion u. A. eine Schnittblumenfarm in der Savanne von Bogotá, wo sie detaillierte Einblicke in den Anbau, die Verpackung und den Export des bedeutenden Exportprodukts Kolumbiens (nach den Niederlanden ist Kolumbien zweitgösster Exporteur von Schnittblumen) erhielten. Die dicht gestaffelten Programmpunkte beinhalteten ausserdem den Besuch weiterer typischer landwirtschaftlicher Anbaugebiete Kolumbiens wie den einer Palmölplantage in der Region um den Magdalena Fluss bei Barrancabermeja, einer Kaffehazienda mit Kaffeeanbau bei Manizales und einer Bananenplantage an der Karibikküste. 
Bananenplantage bei Ciénega

Auch Themen der Stadtgeographie, wie z.B. die Besichtigung der Stadtviertel, die für die  Entstehung der Salsakultur in Cali von Bedeutung waren oder die Besichtigung der historischen Stadtzentren von Bogotá und Cartagena, waren Exkursionsinhalte. Hier konnten die Stundenten erfahren wie in der Kolonialzeit unter spanischer Herrschaft die Städte im Schachbrettmuster in quadratischen Blöcken (sog. Manzanas) angelegt worden. Das Zentrum der Stadt war aufgrund königlicher Anordnung wie auch  in Spanien die Plaza Mayor mit Kathedrale, Rathaus und Regierungssitz. An die Repräsentationsbauten des Plaza schlossen sich Wohnhäuser bzw. Adelspaläste oder Patio-Häuser (vornehme Häuser mit grossen Innenhöfen) der führenden Oberschicht an. Mit zunehmender Entfernung vom Zentrum nahmen Grösse und Ausstattung der Häuser, ebenso wie der Sozialstatus der Bewohner ab. Noch weiter ausserhalb befanden sich Hüttensiedlungen der Indianer und Sklaven, die meist durch unbebautes Land von der eigentlichen Stadt getrennt waren. Auch wenn sich Vieles seit der Kolonialzeit geändert hat, spiegeln sich einiger dieser typischen Merkmale im heutigen Stadtbild wider und konnten durch die Exkursion anschaulich vermittelt werden.
Der Exkursionsablauf führte die Gruppe auch durch einige der vielen landschaftlichen Schätze des Landes, wie den Los Nevados Nationalpark mit  dem schneebedeckten Nevado de Ruiz, der mit 5.400 m. die höchste Erhebung der kolumbianischen Zentralkordilleren darstellt und den Tayrona Nationalpark, der nörlich der Sierra Nevada de Santa Marta in feuchttropischem Gebiet, direkt am karibischen Meer liegt. Sein Wald, der in die umwerfend schönen Strände übergeht, begeisterten die Gruppe.
Das vielfältige, kontrastreiche und spannende Kolumbien stellte sich als ein ideales Exkursionsziel für die wissbegierigen Geographiestudenten der Humboldt Universität von Berlin dar.

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